
Horb/Sulz. Ein Wattestäbchen, ein paar Minuten Zeit – und vielleicht ein ganzes Leben gerettet. Bei den jüngsten Typisierungsaktionen des Lions Clubs Horb-Sulz haben sich 238 Schülerinnen und Schüler in Horb und Sulz in die Spenderdatei der DKMS aufnehmen lassen.
Organisiert und finanziert vom Lions Club, werden solche Aktionen regelmäßig an Schulen durchgeführt. Für jede Typisierung übernimmt der Club rund 50 Euro Kosten – rein aus Spendenmitteln. Damit zeigen die Lions, wie viel ehrenamtliches Engagement bewirken kann, wenn es um konkrete Hilfe geht.
Eindrucksvoll erzählte Bas Rikken, Schüler der Beruflichen Schule Horb, seine Geschichte: Er ließ sich 2022 bei einer Lions-Aktion typisieren – und erhielt kurz darauf den Anruf, dass er als Spender infrage kam. Seine Stammzellen retteten einer 30-jährigen Frau das Leben. „Ich würde es wieder tun“, sagte er, und im Raum war es so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können.
Auch Werner Rosenberger aus Sulz berichtete am Albeck-Gymnasium, wie er dank einer Stammzellspende seine Leukämie überlebte. „Ich bin jetzt eine Schimäre – halb ich, halb mein Spender“, sagte er mit einem Lächeln.
Für die Lions ist diese Arbeit längst Herzenssache. Sie investieren Zeit, Organisationstalent und Mittel, um jungen Menschen zu zeigen, wie einfach Mitmenschlichkeit sein kann. Oder, wie es bei den Schülern am Ende hieß: „Mund auf. Stäbchen rein. Spender sein.“ So einfach kann es sein, ein Held zu werden.
Foto: Lions Club Horb-Sulz
