Blind in Sulz.

Für einen Sehenden kein Problem. Aber was, wenn man blind ist und hier durch muss?

Für einen Sehenden kein Problem. Aber was, wenn man blind ist und hier durch muss?

Was das wohl sein mag? Ein Papierkorb? Ein Stuhl? Man kann sich nur sehr schwer vorstellen, wie es ist, blind zu sein, und wo die Herausforderungen lauern. Unten, am Boden, hat man sich mit dem Stock abgesichert, da stößt man mit dem Kopf gegen etwas, das zu pendeln scheint. Was nun? Nachschauen geht nicht. Zum Glück war es kein harter Gegenstand. Es hätte jedoch einer sein können. 

Am 22. Mai war das Blindheit-Erlebnis-Mobil in Sulz auf dem Parkplatz des Edeka-Supermarkts stationiert. Den Tag über hatten Besucher die Möglichkeit, eine Brille aufzusetzen und sich damit für rund drei Minuten die Sicht zu nehmen. Im Gegenzug gab es einen Blindenstock, mit dem man sich den Weg ertasten konnte.

Rund 50 Gäste haben sich getraut, den Parcours im inneren des Fahrzeugs blind zu durchlaufen. Ein prägendes Erlebnis, wie Georg Neumann, Präsident des Lions Club Horb-Sulz, das Erlebnis schilderte. Mit der Aktion möchten die Lions Clubs darauf aufmerksam machen, was Blindheit bedeuten kann. Je nach Wohnort und Umgebung kann Blindheit die Existenzgrundlage rauben. Was in vielen Fällen nicht sein muss, denn einige Ursachen für Blindheit sind vermeidbar. Seit vielen Jahren unterstützen die Serviceclubs den Kampf gegen Blindheit, etwa mit Programmen wie „Sight First„.

Frisch aufgebaut: links geht es rein in den Parcours, rechts kommt man raus.

Frisch aufgebaut: links geht es rein in den Parcours, rechts kommt man raus.

Noch bis zum 4. Juni 2017 tourt das Mobil durch Stationen im mittleren Süden Deutschlands. Die Tourdaten gibt es unter www.lions.de.

 

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